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VREDESTEIN Classic Team

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06. Aug 2019 20

Umsturz in Südtirol

Wenn endlich mal kontrolliert wird und die ewigen Schummler aufliegen, wird das Ergebnis auf den Kopf gestellt. Das täte auch der heimischen Szene einmal richtig gut.
Das Vredestein Classic Team fährt daher keine Rallyes mehr mit Schnittprüfungen auf freier Strecke weil das aus Sicherheitsgründen wegen Ablenkung und unangepasstem Langsamfahren gepaart mit gefährlichen Überholmanövern verboten ist, ganz Europa hält sich dran und jeder Insider weiß, dass die Zeiten nicht wirklich gemessen sondern errechnet, man könnte auch sagen Computergeschätzt sind. So wie auch die ach so gefährlichen Abgasmessungen in Wahrheit Schätzungen des Umweltbundesamtes sind. Die Lösung heißt: nur Sanduhr auf gesperrten Messstrecken, Rallyefahren wie früher, alles andere ist Selbsttäuschung. Und das dauernde Protestieren wie bei der heurigen Ennstal ist ja zum Kotzen.
Probiert mal die Pannonia Carnuntum oder ähnlich preiswertes im Nachbarland, wir werden von der Hmburg-Berlin gerne berichten.

Euer willyilly
Den folgenden Südtirolbericht verfasste unser Profikorrespondent Jan Hennen:

34. Südtirol Classic Schenna 2019: Einmalige Kombination aus Fahrfreude und Genuß

Bereits zum 34. Mal schaffte es das Team vom Tourismusbüro in Schenna, mehr als 130 Teams in dieser von der Natur und den Wetterverhältnissen so reich beschenkten Gegend im Norden von Italien eine perfekte Oldtimerwoche zu organisieren. Dabei ist diese „Rallye der Sympathie“ eigentlich ein Baukasten: man kann drei Tage Rallye mit Zeitprüfungen buchen, dazu auf Wunsch drei Tage Vorprogramm mit schönen Strecken und Schwerpunkt auf Kulinarik und Geselligkeit addieren und dabei noch seine persönlich bevorzugte Hotelkategorie selbst wählen. Und auch wer mit Stoppuhren gar nichts am Hut hat, nimmt einfach nur am Vorprogramm teil, vielleicht um erst einmal zu schauen, ob ihm solche Veranstaltungen überhaupt gefallen.
Doch der Reihe nach: bereits bei der Begrüßung am Sonntag gibt es alle Fahrtunterlagen inklusive sämtlicher WP-Zeiten, vor allem aber ein großes Wiedersehen der Mehrfachtäter, gutes Südtiroler Buffet und leckere Getränke.
Am nächsten Morgen frühe Fahrerbesprechung und eine geführte Tour ins Schnalstal. Mittagessen auf 3212 m Meereshöhe im höchstgelegenen Berghotel Europas mit sensationellem Ausblick in Ötzis Vorgarten. Die Fahrten enden jeden Tag rechtzeitig in Schenna, so dass genug Zeit bleibt für Wellness oder Shopping Ausflüge ins nahe Meran. Der zweite Tag führte zum magischen Lago di Tovel im Trentino. Die rund 180 Kilometer lange Tour über Mendel- und Gampenpass war ganz nach dem Geschmack der Bergfahrer, aber ebenso gut geeignet für die reinen Landschaftsgenießer. Kaffeestopps und Pausen sind immer eingeplant. An den Abenden bleibt der Oldtimer im Hotel und mit Bussen werden die Teilnehmer zu den sehr hochwertigen und unverwechselbaren Abendlocations gefahren. Restaurants, die dank der Tourismusspezialisten immer wieder Neues auch für Südtirolkenner bieten.
Der Mittwoch bringt nach einer rund 70 Kilometer langen Tour mit Bergbrunch auf einem sehr naturnahen Bauernhof am Nachmittag die „Vortourler“ mit den ersten Rallyeteams zusammen, denn die technische Abnahme beginnt am Mittwoch vor einigem Publikum mitten in Schenna. Oldtimererfahrene Spezialisten aus Südtirol und vom Sponsor Classic Akademie aus Weinstadt sorgen mit Rat und Tat für den guten Zustand der Fahrzeuge vor und während der Rallye. Auch unzulässige, weil elektronische Hilfsmittel werden hier stillgelegt, eine sehr löbliche Vorgehensweise.
Nach der Abnahme für Spätanreiser am Donnerstag beginnt nach einer Fahrerbesprechung ein kurzer Prolog durch und um Meran. Alle Fahrzeuge werden direkt auf der Promenade vor dem Kurhaus der Öffentlichkeit präsentiert. Drei Zeitprüfungen wärmen die Stoppuhrfreaks etwas auf, bevor ein Abendessen mit Classic Party, Musik und Tanz im Zentrum von Schenna Besucher und Teilnehmer vereint.
Am Freitag die Königsetappe: eine über 250 Kilometer lange Dolomitentour über sechs Pässe, davon viermal über 2.000 Meter verlangen Autos und Besatzungen einiges ab. Die Temperaturen waren in diesem Jahr erträglich, was auch den Maschinen durchweg gut getan hat. Vier längere Zeitprüfungen sorgen für Arbeit auch für die Copiloten. Durch eine komplette Auspfeilung der Strecke (es gibt kein übliches Roadbook mit Chinesenzeichen bei dieser Rallye) können sich die „Gehirne“ im Auto auch mal die tolle Landschaft betrachten.
Der Samstag bringt mit einer nochmal 200 Kilometer langen Runde durch Südtirol und das Trentino herrliche Aussichten, traumhafte Straßen und vier weitere Zeitprüfungen für die rund 130 Teams. Nach ausgiebiger Mittagspause am Kalterer See geht es zurück nach Schenna. Nach eher kurzer Relaxzeit kommen die Busse und holen die Teilnehmer zum Abschlußabend im Kurhaus von Meran, wo bei sehr gutem Essen, noch besseren Weinen und toller Musik bis spät in die Nacht gefeiert wird. Ein weiteres Highlight der Südtirol Classic  ist die Tatsache, dass dieser Abend nicht durch lange Ansprachen und Siegerehrungen zerrissen wird, hier steht der gesellige Part im Vordergrund.
Die Preisverleihung gibt es nämlich immer erst am Sonntagvormittag bei einem Frühschoppen mit Musik mitten in Schenna, bei der sich Besucher und Teilnehmer vermischen, eine sehr angenehme Abwechslung im Gegensatz zu eher abgeschotteten anderen Veranstaltungen. Es gibt Preise für die Sieger in den einzelnen Klassen, in der Gesamtwertung und für Mannschaften. Trotz teilweise extrem enger Resultate stehen die Platzierungen aber eher nicht im Vordergrund dieser tollen Oldtimerrallye für Genießer.

Ein großes Dankeschön an die Veranstalter für die tollen Tage und ein noch größeres Lob für intensive Kontrollen der ausschließlich mechanischen Hilfsmittel. Es war gut zu beobachten, dass auch in früheren Jahren recht erfolgreiche, aber nicht reglementsgerecht fahrende Teilnehmer auf einmal nicht mehr auf den Ergebnislisten standen. Sehr gut für die vielen ehrlichen Teams!
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